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Deploy Data – Unterstützung beim Kopieren der Daten

1. Datenmigration per Robocopy-Schnittstelle

1.1. Job-Dateien erstellen

Nach der Erstellung des Zielverzeichnisses mit den neu erstellten Berechtigungen, sind die Daten zu kopieren. Dabei unterstützt die Funktion „Deploy Data“ den Nutzer. migRaven nutzt den Robocopy-Befehl und empfiehlt die notwendigen Parameter, die der Nutzer dann nur noch in einen Batch kopieren und ausführen muss. Robocopy ist mit über 70 Parametern ein sehr flexibles Kopier-Tool und auf Windows-Rechnern schon installiert.

Alle Robocopy-Parameter finden Sie bei Microsoft auf der Technet-Seite.

1.1.1. Empfohlene Parameter

Empfohlene Einstellungen

/E   kopiert alle Unterverzeichnisse, einschließlich der leeren.

/DCOPY:T    Kopiert den Verzeichniszeitstempel.  Diese Funktion ist in der alten Robocopy-Version XP010 noch nicht vorhanden. Robocopy-Versions-Übersicht.

/PURGE  löscht im Ziel Dateien und Verzeichnisse, die in der Quelle nicht vorhanden sind. Diesen Parameter sollten Sie nur verwenden, wenn Sie gegenüber der Ausgangsstruktur keine zusätzlichen Verzeichnisse anlegen und keine Verzeichnisse mit der Funktion „Abweichende Zielverzeichnisse“ verlagern.

/XF: „.id.8man“   Kopiert die angegebenen Dateien nicht. „.id.8man“ ist eine Datei von 8MAN, ist also nur interessant für Nutzer dieses Programms.

1.1.2. Optionale Parameter

Weitere Parameter können durch Anklicken ergänzt werden.

Optionale Einstellungen

/S (alle Unterverzeichnisse, ohne die leeren)

/XD können Verzeichnisse ausgeschlossen werden
/XF kann der Nutzer auszuschließende Dateien angeben
/256 werden nur Pfade bis zu einer Länge von 256 Zeichen berücksichtigt

1.1.3. Quellverzeichnis

Der Quell-Pfad wird aus Ihren Projektangaben übernommen

1.1.4. Zielverzeichnis

Es wird der Deploy-Pfad  aus Ihren Projektangaben übernommen

1.1.5. Speicherort (Skripte, Logs)

Legen Sie mit dem Button „Bestimmen“ das Verzeichnis fest, in dem dieser Batch abgelegt werden soll. Bei der  Batch-Abarbeitung werden seine Protokolldateien ins gleiche Verzeichnis geschrieben.

1.1.6. Ausgewählte Optionen

Mit dem Button „Erzeugen“ werden auf der Grundlage der ausgewählten Parameter der bzw. die Robocopy-Befehle erzeugt. Bei der Verwendung der Funktion „Abweichende Zielverzeichnisse“ sind mehrere Robocopy-Befehle erforderlich.

1.1.7. Speichern

Die Robocopy-Befehle werden im unter Speicherort angegebenen Verzeichnis in einer cmd-Dateien abgelegt. Bei der Verwendung „Abweichender Zielverzeichnisse“ wird eine zusätzliche rcj-Datei erstellt. Die Dateinamen werden aus aktuellem Datum und Uhrzeit gebildet.

Job gespeichert

Skript mit abweichenden Zielverzeichnissen

1.2. Die Job-Dateien

Im Speicherort finden Sie die Job-Datei. Diese müssen Sie als Administrator starten.

Für einfaches Kopieren aller Dateien steht ein Robocopy-Befehl in dieser Datei.

Haben Sie Pfade mit der Funktion „abweichende Zielverzeichnisse“  zum Verlagern vorgesehen, ist es etwas komplizierter.

In der cmd-Datei stehen mehrere Robocopy-Befehle. Der erste kopiert Ihre Daten vom Quell- zum Zielshare. Die zu verlagernden Pfade werden beim ersten Befehl erstmal ausgeschlossen. Dies erfolgt durch Aufruf einer zusätzlichen rcj-Datei, in der die auszuschließenden Verzeichnisse hinterlegt sind. Für diese beim ersten Befehl ausgeschlossenen Pfade gibt es je einen weiteren Robocopy-Befehl in der cmd-Datei zum separaten Kopieren des Pfades zum abweichenden Ziel.

Cmd-Datei mit abweichenden Zielverzeichnissen

cmd-Datei

 

rcj-Datei

Rcj-Datei: der Parameter /XD schließt die genannten Directories aus

1.2.1. Zeichenformat

Die rcj-Datei muss zwingend im ANSI-Format, die cmd-Datei in utf-8 abgespeichert werden (dafür sorgt natürlich migRaven).

In der cmd-Datei wird Codepage 65001 verwendet. Der Befehl CHCP 65001 wird benötigt, wenn Sonderzeichen und Umlaute enthalten sind. Dadurch wird die CodePage in dem Command-Fenster umgestellt. Wenn damit Probleme auftreten kann alternativ CHCP 1252 nützlich sein.

1.2.2. Start der cmd-Datei

Normalerweise kann man die cmd-Datei durch Doppelklick starten. Wir haben jedoch festgestellt, dass Umlaute in der Jobdatei zum Abbruch des Batchs führen können. Sie können das an der Anzahl der erstellten Protokoll-Dateien (vom Typ txt) erkennen. Es müssen genauso viel Protokoll-Dateien erstellt werden wie es Robocopy-Befehle in der cmd-Datei gibt. Der Job läuft dann durch, wenn Sie die Ausgabe in eine Datei umleiten, z.B.

                                                                           2016_02_26_09_27_40.cmd  >  log.txt

 

2. Der Share-Name

Nach dem Kopieren der Daten können Sie die Sharenamen anpassen. Prüfen Sie, ob Ihr Ziel-Share den richtigen Namen hat. Oft soll der Ziel-Share den Namen des Ausgangs-Shares erhalten, um die Links bei den Nutzern nicht ändern zu müssen. Nach dem Kopieren können Sie beide umbenennen.

Wenn Sie 8MAN nutzen ist es wichtig, dass der Share den Namen, den Sie in migRaven beim Zielpfad angegeben haben, auch erhält. In den Beschreibungsfeldern der Berechtigungsgruppen wird von migRaven dieser Pfadname hinterlegt, da 8MAN damit arbeitet.